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Ehrlichkeit macht Freunde (Eintrag 3213)
Eintrag abgeschickt von Alpentourer Mail an Alpentourer am 04.07.03 um 12:03 Uhr:
Mitgeteilte Internetadresse: www.bike-forum.de


Mir tun die Menschen leid, die es sich zur Lebensaufgabe
gemacht haben mehr oder weniger perfekt eine Rolle auf
diesem Planeten in diesem Leben zu spielen.
Irgendwann in früher Kindheit - oder spätestens in der
Pubertät wurden sie mit diesem Virus infiziert - so sein
wie der: knatzig grantig wie Beethoven, weltfern genial
wie Jimi Hendrix, schön wie Madonna oder einfach Chef
wie der junge Napoleon.

Bezogen auf Deine Themenvorgabe lieber WW sind diese Men-
schen (ich schätze in unseren Breiten ist das die gute
Hälfte) kein Thema. Sie spielen ihre Rolle und sind glück-
lich darüber, wenn sie das Gefühl haben ihre Rolle gut zu
spielen.

Dir ging es doch um diejenigen, die versuchen wahrzunehmen
wie ihre Anwesenheit, ihre Aura, ihr Verhalten bei anderen
ankommt (das tun aber die oben Genannten auch) UND die
versuchen - im regelungstechnischen Sinne heißt das Rück-
kopplung - ihr Verhalten entsprechend den Reaktionen der
Umwelt anzupassen.
Eigentlich ist ja "angepasst sein" ein Schimpfwort.
Wären wir "angepasst" kennten wir uns nicht in diesem Forum.
Wenn angepasst sein soviel bedeutet wie nicht aufzufallen
sind das wohl diejenigen die geruchlose Deodorants benutzen,
die Kleidung tragen die "in ist" und die (leider auch po-
lische) Meinungen vertreten die die Mehrheit vertritt.

Die Mutigen sind "angepasst anders" wählen Oppositionspartei,
trage grüne Ringelsocken wenn blaue in sind engagieren sich
im Verein zur Rettung der westsamoischen Sandotter.
Ich glaube die Gruppe der Angepassten sind auch nicht sie
selbst - das Schlimme ist, irgendwann vergessen sie ihre
Identität ganz und rennen einem Führer hinterher der sie ins
Verderben führt.

Bleiben wenige übrig.
Die die sich zu ihrem Fußschweiß und ihrer Meinung bekennen.
"Ehrlichkeit macht einsam ?" Nein !
Ehrlichkeit macht Freunde ! Und Freunde vertragen Ehrlichkeit.

in diesem Sinne wünscht Euch einen schönen Tag

Euer Alpentourer



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Gesamter Thread:

Level(Tiefe) 0 Sich geben, wie einem zumute ist... - Weltenwanderer   03.07.03   22:13   (3202) ... Auf DIESEN Beitrag antworten. Damit wird die Antwort DIESEM hier untergeordnet, statt dem aktuellen obenZum SeitenbeginnDiesen Beitrag als gelesen kennzeichnenDiesen Beitrag mit einem Merker versehen
Obwohl ich eigentlich kein neues Thema anleiern wollte, tu ichs doch, weil sonst verschwindet es, wie es mir schon so oft erging. Irgendwann gestern Nacht, so ab 3146 etwa (meine damit kein militärisches 'dreiundzwanzighundert' statt 23 Uhr, sondern schlicht die Beitragsnummer), ging es um das Thema: Sich so zu geben, wie man fühlt. Daß das gut wäre und das Leben erleichtern würde. Hmm. Im Prinzip ja. Aber.

Würde das nicht bedeuten, daß man es ruhig sagen kann, zwar in netten Worten, aber doch, was einem gefällt (klar! Wer will das nicht hören!) und was einen stört (hmm... ähh... also naja...).
Nehmen wir an, wir sind in einer Runde und gewöhnen uns an, jemandem zu sagen, daß uns sein inhaltsloses Gerede stört oder seine Wichtigtuerei oder er nach Knoblauch riecht. Ein gutes Gefühl, nicht unter Druck zu sein, keine Frage, weil ich habs ja dann los. Nur glaube ich, daß dann auch eines eintritt: Die Schar der Bekannten wird deshalb kleiner, weil sie mich zu fürchten beginnen. Wenn Kindermund die Wahrheit spricht, naja, die Kinderlein, mal kurz rot werden, aber sie sind ja niedlich und so drollig. Aber was Ausgewachsenes wie wir? So in Gesellschaft: "Sag, Dein Körpergeruch - ist das weil du dich so wenig wäschst oder weil du so schnell schwitzt oder genetisch?" ... "Onanierst du eigentlich auch so oft wie dein Bruder?" ... "Soo blöd finde ich eigentlich Elfi gar nicht, wie Du mir neulich gesagt hast..." ... "Kannst du eigentlich nicht bitte mal denken, bevor du was fragst?"

Ehrlichkeit macht einsam...? Dulden oder Offenheit? Wenn es micht 'stört' ist das nicht eigentlich mein Problem? Aber wie ist es, wenn eine gemeinsame Sache betroffen ist? Einer sollte dann ja wohl was tun, nicht? Der Weise schweigt und läßt es sich am A.. vorbei gehen? Aber was ist dann mit den Dickfelligen, die die sanfte Methode beim besten Willen nicht überlauern? Ist das für die (wie eigentlich für jeden) nicht gut? Für die gut aber ich dafür einsam, weil wer will denn schon wen, der alles sagt, was er meint?

Ach ja, viele Fragen wieder mal

Wünsche uns allen angenehmes Zurücklehnen und manchen dazu angenehmes ...

Euer Weltenwanderer...
...der sich sehr freut, daß er Euch alle kennen darf!