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Kastanien holen-und den eigenen Schatten zeigen (Eintrag 3244)
Eintrag abgeschickt von Eva am 04.07.03 um 21:11 Uhr:


Hi, alle!

Unser Forum ist was sonderbares: so sind die Leute hier, so ist das Millieu, die Atmosphaere hier, so sind die Themen. Allen bekannt, von allen gelebt, aber nur (zu) selten besprochen.
Das war jetzt eine Einfuehrung.

Wir sind uns hier schon richtig nahe gekommen. Es gab schon Unstimmigkeiten, was davon spricht, dass sich die Leute nicht mehr auf hoeflicher Distanz sehen, sondern es auf eine persoenliche Ebene rueckt. Nach einer Besprechung nehme ich jetzt meinen ganzen Mut zusammen und stelle mich bloss:

Ich habe FALSCH angenommen, unser lieber Webmaster haette das Unfugtreiben vorgestern Nacht irgendwie nicht gebilligt. Weil drei bis vier Individuen die kostbare Threadlaenge fuer suesses nichtssagendes und total unphilosophisches (obwohl eigentlich das letzte nicht) Sprach-Kraenzchen benuetzt haette. Es war aber sooo lustig und ich wuerde es wieder tun!

AUf diesen Gedanken brachte mich sein Thread 'Sich geben, wie einem zumute ist'. Es passte genau auf meine Gedanken.

Schatten, Schatten... Weil ich selbst offensichtlich so ein Gefuehl hatte, ja, schon beim Schreiben. Dass wir naemlich den Rahmen dieses Forums sprengen.

Denn es ist nicht gerade ein Plapperforum, wo man neueste Rezepte unter einander tauscht und tagtaegliche Belanglosigkeiten aufzaehlt. Ueblicherweise halten sich die meisten daran.

Nun aber wir drei bis vier! Oh Schreck! Bestaetigt wurde ich in dieser Annahme noch dadurch, das gestern KEINER sich meldete, ausser meiner lieben mutigen Solenne. Sie hat es aber gut gemacht.
Wir sollten aber nicht hinter ihren Ruecken hervorgekrochen sein, deswegen stellt eine auf den Boden stehende Eva folgende Frage:

Soll in unserem Forum mal auch mal ganz belanglos zugehen, froelich, spielerisch, wenn eine solche Atmosphaere auf einmal da ist? Oder ist das unter dem Niveau unseres Forum?

Ich fuerchte, ich stehe da allein mit meinem Schatten, der mir was zufluesterte, was es womoeglich gar nicht gibt. Solange ich es aber fuehle, dass etwas in der Luft geblieben ist, bin ich nicht ruhig. So ist es vielleicht wirklich gut, dass wir darueber auch eins oder zwei Worte sagen.

Ich warte still und ungeduldig.

Mit besten Gruessen - eure Eva



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Level(Tiefe) 0 Sich geben, wie einem zumute ist... - Weltenwanderer   03.07.03   22:13   (3202) ... Auf DIESEN Beitrag antworten. Damit wird die Antwort DIESEM hier untergeordnet, statt dem aktuellen obenZum SeitenbeginnDiesen Beitrag als gelesen kennzeichnenDiesen Beitrag mit einem Merker versehen
Obwohl ich eigentlich kein neues Thema anleiern wollte, tu ichs doch, weil sonst verschwindet es, wie es mir schon so oft erging. Irgendwann gestern Nacht, so ab 3146 etwa (meine damit kein militärisches 'dreiundzwanzighundert' statt 23 Uhr, sondern schlicht die Beitragsnummer), ging es um das Thema: Sich so zu geben, wie man fühlt. Daß das gut wäre und das Leben erleichtern würde. Hmm. Im Prinzip ja. Aber.

Würde das nicht bedeuten, daß man es ruhig sagen kann, zwar in netten Worten, aber doch, was einem gefällt (klar! Wer will das nicht hören!) und was einen stört (hmm... ähh... also naja...).
Nehmen wir an, wir sind in einer Runde und gewöhnen uns an, jemandem zu sagen, daß uns sein inhaltsloses Gerede stört oder seine Wichtigtuerei oder er nach Knoblauch riecht. Ein gutes Gefühl, nicht unter Druck zu sein, keine Frage, weil ich habs ja dann los. Nur glaube ich, daß dann auch eines eintritt: Die Schar der Bekannten wird deshalb kleiner, weil sie mich zu fürchten beginnen. Wenn Kindermund die Wahrheit spricht, naja, die Kinderlein, mal kurz rot werden, aber sie sind ja niedlich und so drollig. Aber was Ausgewachsenes wie wir? So in Gesellschaft: "Sag, Dein Körpergeruch - ist das weil du dich so wenig wäschst oder weil du so schnell schwitzt oder genetisch?" ... "Onanierst du eigentlich auch so oft wie dein Bruder?" ... "Soo blöd finde ich eigentlich Elfi gar nicht, wie Du mir neulich gesagt hast..." ... "Kannst du eigentlich nicht bitte mal denken, bevor du was fragst?"

Ehrlichkeit macht einsam...? Dulden oder Offenheit? Wenn es micht 'stört' ist das nicht eigentlich mein Problem? Aber wie ist es, wenn eine gemeinsame Sache betroffen ist? Einer sollte dann ja wohl was tun, nicht? Der Weise schweigt und läßt es sich am A.. vorbei gehen? Aber was ist dann mit den Dickfelligen, die die sanfte Methode beim besten Willen nicht überlauern? Ist das für die (wie eigentlich für jeden) nicht gut? Für die gut aber ich dafür einsam, weil wer will denn schon wen, der alles sagt, was er meint?

Ach ja, viele Fragen wieder mal

Wünsche uns allen angenehmes Zurücklehnen und manchen dazu angenehmes ...

Euer Weltenwanderer...
...der sich sehr freut, daß er Euch alle kennen darf!