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Herz oder Vernunft? (Eintrag 3388)
Eintrag abgeschickt von Eva am 07.07.03 um 21:43 Uhr:


Oder mal auch an sich denken, als Erziehender? Auf eigenen momentanen Bedarf, Energie zu schoepfen?

Liebe Solenne,

Das alles haben wir schon meist hinter uns und sicher wuerde ich heute manches anders machen. Vor allem wuerde ich einen Sack von immer dagewesenen Sorgen ueber den Bord werfen und lieber das Aufwachsen des Kindes frei geniessen. Es geht ja alles so schnell vorbei.

Wenn man aber mitten drin ist, wenn man als ERzieher auf alles aufpassen muss, nach vorne gucken, im Gegenwart handeln, dann ergibt sich halt ein Tag nach dem anderen, in Windeseile.

Ich als junge Mutter hatte eigentlich staendig ein schlechtes Gewissen, mal was zuviel, mal zuwenig getan zu haben. Was bei der Erziehung ueberhaupt nicht gut ist. Jetzt ist es wie es ist, es ist nicht das Beste aber auch nicht das Schlechteste.
Wir erziehen aber nicht nur unsere Kinder, sondern reichen Spuren unserer TUns zumindest noch eine bis zwei Generationen weiter. Das ist eine ueberaus grosse Verantwortung, nicht?

Ein Mensch hat halt einen Menschen erzogen, wie du selbst es sagst.

Einen schoenen Abend wuensche ich dir. Eigentlich bin ich jetzt erst zum COmputer gekommen um zu arbeiten, doch ich fuerchte, daraus wird nur wenig, weil die 22.00 Uhr naht, wo hier alles auflebt. Vor allem freie Geister, die ihren Tag nach eigenem Willen gestalten koennen!

Bye und ciao!

Deine Eva

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Level(Tiefe) 0 Sich geben, wie einem zumute ist... - Weltenwanderer   03.07.03   22:13   (3202) ... Auf DIESEN Beitrag antworten. Damit wird die Antwort DIESEM hier untergeordnet, statt dem aktuellen obenZum SeitenbeginnDiesen Beitrag als gelesen kennzeichnenDiesen Beitrag mit einem Merker versehen
Obwohl ich eigentlich kein neues Thema anleiern wollte, tu ichs doch, weil sonst verschwindet es, wie es mir schon so oft erging. Irgendwann gestern Nacht, so ab 3146 etwa (meine damit kein militärisches 'dreiundzwanzighundert' statt 23 Uhr, sondern schlicht die Beitragsnummer), ging es um das Thema: Sich so zu geben, wie man fühlt. Daß das gut wäre und das Leben erleichtern würde. Hmm. Im Prinzip ja. Aber.

Würde das nicht bedeuten, daß man es ruhig sagen kann, zwar in netten Worten, aber doch, was einem gefällt (klar! Wer will das nicht hören!) und was einen stört (hmm... ähh... also naja...).
Nehmen wir an, wir sind in einer Runde und gewöhnen uns an, jemandem zu sagen, daß uns sein inhaltsloses Gerede stört oder seine Wichtigtuerei oder er nach Knoblauch riecht. Ein gutes Gefühl, nicht unter Druck zu sein, keine Frage, weil ich habs ja dann los. Nur glaube ich, daß dann auch eines eintritt: Die Schar der Bekannten wird deshalb kleiner, weil sie mich zu fürchten beginnen. Wenn Kindermund die Wahrheit spricht, naja, die Kinderlein, mal kurz rot werden, aber sie sind ja niedlich und so drollig. Aber was Ausgewachsenes wie wir? So in Gesellschaft: "Sag, Dein Körpergeruch - ist das weil du dich so wenig wäschst oder weil du so schnell schwitzt oder genetisch?" ... "Onanierst du eigentlich auch so oft wie dein Bruder?" ... "Soo blöd finde ich eigentlich Elfi gar nicht, wie Du mir neulich gesagt hast..." ... "Kannst du eigentlich nicht bitte mal denken, bevor du was fragst?"

Ehrlichkeit macht einsam...? Dulden oder Offenheit? Wenn es micht 'stört' ist das nicht eigentlich mein Problem? Aber wie ist es, wenn eine gemeinsame Sache betroffen ist? Einer sollte dann ja wohl was tun, nicht? Der Weise schweigt und läßt es sich am A.. vorbei gehen? Aber was ist dann mit den Dickfelligen, die die sanfte Methode beim besten Willen nicht überlauern? Ist das für die (wie eigentlich für jeden) nicht gut? Für die gut aber ich dafür einsam, weil wer will denn schon wen, der alles sagt, was er meint?

Ach ja, viele Fragen wieder mal

Wünsche uns allen angenehmes Zurücklehnen und manchen dazu angenehmes ...

Euer Weltenwanderer...
...der sich sehr freut, daß er Euch alle kennen darf!