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Vom Kopf ins Herz (Eintrag 8282)
Eintrag abgeschickt von Weltenwanderer Mail an Weltenwanderer am 19.03.08 um 13:05 Uhr:
Mitgeteilte Internetadresse: www.tigerakbar.com


Hallo, liebe Steffi!

Der Weg vom Kopf ins Herz ist kein Weg des Wollens. Das macht es einerseits schwierig. Wo wir nicht mehr kontrollieren können, da wird es happig. Denn dort geht es nur mit Vertrauen weiter und dafür ist eine ganz große Portion Mut nötig - wir betreten neues und unbekanntes Land. Das macht Angst (Deshalb können wir uns auch von Altem, auch wenn es noch so schmerzhaft ist, schwer lösen: Besser schmerzhaft und vertraut, als neu und unbekannt).

Leider haben wir mit dem Kopf nur Überblick über einen sehr kleinen Bereich. Zur Veranschaulichung: Es stehen 3 cm Bewußtsein gegen 11 km Unterbewußtes... Da geht mit dem Kopf also nichts mehr. Wir müssen uns aufs Fühlen einlassen, denn so bekommen wir auch zum Rest Zugang.

Der Weg vom Kopf ins Herz ist also ein Pfad der Mutigen. Den Mut bringen wir allerdings meist freiwillig nicht auf und so zwingt uns das Leid dazu. Es wird not-wendig.

Jetzt zur Praxis.
Versuche zuerst einmal, die Emotionen nicht zu bekämpfen. Das fällt uns bereits schwer, weil wir sie ja genau nicht wollen. Doch eine unangenehme Emotion mit ihrem Gefolge ist auch ein Teil von Dir. Und dieser Teil will wahrgenommen werden. Wird er das nicht, dann erzwingt er sich sein Recht (das erlebst Du gerade). Denn es ist ein Teil eines Systems und zwar des 'Systems Steffi' in Deinem Fall.

Vergleich: Jedes Kind auf der Babystation schreit, bis es was zu Essen bekommt. Oder von Familienaufstellungen her wissen wir ja, wie es sich weitreichend rächt, wenn ein Mitglied einer Familie nicht entsprechend gewürdigt wird. Hier sind Babystation und Familie wiederum Systeme, halt nur eine Ebene größer.

Also zuerst einmal würdigen, wahrnehmen. Das bedeutet nicht gutheißen! Aber eben auch nicht verdrängen. Nimm bewußt wahr, was die Emotion in Deinem Körper macht. Wie sie sich anfühlt und drücke dann verbal aus, was Du fühlst. Also etwa 'ich habe Angst...', 'ich hasse...', 'ich fühle mich so verlassen...', 'ich habe keine Energie mehr...'. Genau das, was Du von der Emotion her fühlst. Agiere das voll aus, je heftiger, je besser! Schrei und tobe, weine und heule.
Nach einer Weile komm zu einer aufrechten und bestimmten Haltung, atme Licht durch Deinen Scheitel ein und gebiete diesen Energien, Dich zu verlassen. Also etwa 'Das Gefühl der Verlorenheit und Machtlosigkeit verläßt mich jetzzz...t'. Atme dabei bewußt aus bis Du keine Luft mehr hast. Wiederhole den Vorgang öfters pro Tag, so oft die Emotionen hochkommen.

Es ist mir klar, daß das auf die Ferne nur eine schwache Hilfestellung sein kann, denn ich müßte Dich dazu konkret wahrnehmen können, um zu wissen, was gerade ansteht. Aber vielleicht kommst Du damit ja einen Schritt weiter. Berichtest Du mir?

Ganz herzliche Grüße!
Weltenwanderer

P.S.: Bin ab Samstag für 3 Wochen weg



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Level(Tiefe) 0 Das Grau des Lebens - WordsInMotion   17.03.08   12:24   (8273) ... Auf DIESEN Beitrag antworten. Damit wird die Antwort DIESEM hier untergeordnet, statt dem aktuellen obenZum SeitenbeginnDiesen Beitrag als gelesen kennzeichnenDiesen Beitrag mit einem Merker versehen
Das Grau des Lebens

Das Grau des Lebens hält mich fest,
nur wenig Licht fällt hinein.
Farbe,
so zart und brüchig,
wie der Atem.

Kälte und Furcht,
kraftlose Passivität erstickt Versuche,
der Verstehens, des Verarbeitens.

Leben,
so unsagbar schwer.
Annehmen,
so ungewohnt, distanzierend,
fremd.

Das Grau des Lebens,
isoliert mich,
von den Menschen
und von mir selbst.

17.03.08 12.35 S.M.