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mü:tter (Eintrag 8375)
Eintrag abgeschickt von liza Mail an liza am 02.06.08 um 11:43 Uhr:
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ich gehe - auch als Mutter - davon aus, dass wir unsere Kinder nicht erziehen sondern begleiten. es mag vielleicht Aufgabe des Vaters sein, sie zu ermutigen - deshalb hat wahrscheinlich der Schöpfer grundsätzlich Mann UND Frau zur Zeugung und Begleitung der uns anvertrauten Kinder geschaffen?!

schwierig finde ich es als (lange Zeit alleinerziehende) Frau nur, auf diesem Weg auch ausreichend liebevoll mit mir umzugehen, damit ich diese Liebe meinen Kindern weitergeben kann und Geduld habe, sie in ihrem Tempo zu begleiten - gewährend und ermunternd zugleich.

erziehen/domestizieren/einen Tanzbären aus ihnen machen/sie möglicherweise sogar abhängig machen finde ich traurig. und beobachte ich durchaus auch in meiner Familie - die Tendenz ist da, wenn Mutter überfordert ist. klar auch bei mir.

und - meine Eltern haben das mit mir gemacht, weil es mit ihnen gemacht wurde - und davor mit ihnen - und davor mit ihnen - ich weiß nicht, wie lang dieser sinnlose K(r)ampf in unseren Generationen schon dauert.

irgendwann um meinen 30.Geburtstag begann ich, erwachsen zu werden, das loszulassen, was ich als Kind glaubte, als ich tatsächlich abhängig war. dieser Prozess wird mich sicher noch lange beschäftigen - und ich SEHE immer mehr, durchschaue in immer tieferen Schichten, wie hier gelogen und Sand in die Augen gestreut wird. das gesellschaftliche System (das sind wir!!!) gaukelt mir natürlich wieder nötige Abhängigkeit vor - und ich kann es durchschauen, ich hab mittlerweile die Möglichkeit. das kostet Kraft, Anstrengung, Mühe und viel Geduld und Liebe mit mir selbst, wenn ich wieder in die gleichen, blöden Fallen tappe.

noch trauriger fände ich es, wenn ich diese Abhängigkeit an meine Kinder weitergäbe. und - es hat Konsequenzen für Kinder, die diese Abhängigkeiten nicht eingetrichtert kriegen - das sehe ich täglich bei meinen Kindern. wie oft würden sie sich gern selber einfach in dieses System kippen lassen - und dadurch viel mehr Freunde haben. DAS sind Herausforderungen, denen sich Mütter stellen. ich weiß nicht, wie sehr sich die von dir beschriebenen Frauen da unterscheiden. mich beschäftigt das jedenfalls schon 17 Jahre.

ich sags mal aus meiner Warte: auch diese Mütter tun ihr Bestes - eben durch ihren Filter der Erkenntnis. und mit all der Liebe zu der sie zu diesem Zeitpunkt fähig sind. genauso wie deine Partnerin, die nicht nur aus Angst mit dir zusammen ist.

Fehler und Rückschläge gehören im Leben dazu - wir können sie nützen. um für uns selbst zu lernen. dann zahlen sie sich aus, dann machen sie Sinn. unabhängig davon, ob das irgendwer versteht oder für sich in Erwägung zieht und übernimmt oder drüber nachdenkt.

ich meine, schlussendlich geht es bei jedem um sich selbst - auch wenn er sich und seine Geschichte in anderen gespiegelt sieht. es geht um die Liebe - indem ich mich liebe, kann ich diese Liebe auch weitergeben.

und manchmal wird uns das Geschenk gewährt, uns liebenswerte Wesen durch die Augen der Geliebten zu sehen - der PartnerInnen, Kinder, Freunde und Berufsbegleiter. das ist ein kostbares Geschenk...



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Level(Tiefe) 0 glü:cklich/zufrieden........oder.....seelisch stark - Regenbogen   02.06.08   06:41   (8372) ... Auf DIESEN Beitrag antworten. Damit wird die Antwort DIESEM hier untergeordnet, statt dem aktuellen obenZum SeitenbeginnDiesen Beitrag als gelesen kennzeichnenDiesen Beitrag mit einem Merker versehen
Der Alki ist glücklich wenn er Bier/Wein bekommt.
Der Fresssüchtige ist glücklich wenn er GUTE SACHEN bekommt

Vergleiche ich einen seelisch schwachen Menschen mit einem Schwächling, der nicht in der Lage ist, einen Zementsack mit 50 Kilo in den 20ten Stock hochzutragen, dann muss ich als Trainer darauf achten, das der Schwächling den Aufzug nur so einsetzt, wie er ihn halt gerade braucht. Soviel Hilfe wie nötig und soviel Training wie möglich.

Ein Kind zu erziehen ist eine schwierige Sache, denn der Strom nimmt immer den leichtesten Weg. Hat das SCHWACHE Kind jetzt zwei Trainer, so mag es immer den LIEBER, wo es nicht kämpfen muß, sondern wo es *schön* ist.................

In diesen Machtkampf, also um die Gunst der Kinder, mag ich nicht mehr verwickelt sein. Die Mütter meiner Kinder tun ja nur so, als ob ihnen das Wohl des Kindes am Herzen liegen würde, dabei geht es ihnen nur darum, einen Schwächling zu haben, der immer auf sie angewiessen ist................

Das ist mein Schicksal mit meiner Mutter, und es ist das Schicksal meiner Kinder.
Selbst wenn es mir gelungen ist, den roten Faden zu durchtrennen, ich kann mit meinem Wissen *nichts* anfangen, weder in der Welt der Suchtkranken, noch bei meinen eigenen Kindern.

Die Experten/Psychotherapeuten und die Mütter meiner Kinder haben EINES gemeinsam, ihnen ist der Eigennutz wichtiger als das Wohl des Patienten/Kindes.

Chrissy wäre den harten Weg des Trainings auch nicht mitgegangen, hätte die Intensivstation, sie immer wieder zu mir zurückgeschickt