Forum H A U P T F O R U M

Suchanfrage: 
 Großschreibung: 
beachten  

Austausch von Ansichten rund um uns 

Hilfe / Häufige Fragen

Schmerz und Freude (Eintrag 8397)
Eintrag abgeschickt von Weltenwanderer Mail an Weltenwanderer am 09.08.08 um 10:15 Uhr:
Mitgeteilte Internetadresse: www.tigerakbar.com


Liebe Steffi!

Länger kenne ich Dich nun schon und habe mehr von Schmerz von Dir gelesen als von Freude. Auch mein Leben kommt mir recht tragisch oft vor und ich achte darauf, Selbstmitleidkrümelchen gleich wegzuwischen - denn ich wünsche mir oft einfach entspannte und gelassene Freude. Komme aber selten aus der Spannung heraus: Entweder ist Spannung wegen unangenehmer Umstände oder deshalb, weil ich versuche, unangenehme Umstände zu vermeiden.

Wir haben uns aber entschieden, auf diesem Planeten schon viele Male zu leben, um eben genau das Spektrum der Gefühle zu erleben. Lange habe ich versucht, die unangenehmen Gefühle zuerst wegzuschieben oder nicht wahrhaben zu wollen, später dann aufzulösen oder zu transformieren. In beiden Ansätzen, auch wenn der zweite viel 'bewußter' wirkt, wollte ich sie wegbekommen.

Und genau darin, glaube ich, liegt die Krux. Es geht nicht darum, sie wegzubekommen. Mittlerweile versuche ich oft, sie einerseits einfach ganz bewußt wahrzunehmen. Jedes unangenehme (aber auch schöne) Gefühl ist Mittler einer Botschaft. Ist Wegweiser, uns irgendwo hinzubringen. Ich glaube, wenn es uns gelingt, genau diese Botschaft zu entschlüsseln und ihr zu folgen, daß dann auch die jene Gefühle auslösenden Situationen nicht mehr nötig werden und zugleich auch die Gefühle selbst verblassen dürfen. Denn sie haben ja ihre Aufgabe erfüllt.

Daß schwere Emotionen, genauso wie körperliche Krankheit, natürlich echte und sichtbare Verletzungen und Krankheiten in unserem physischen oder Emotionalkörper sind, ist klar, ändert aber daran nichts. Wenn wir gelassen die Botschaft zu entschlüsseln versuchen, werden wir nämlich auch mit Möglichkeiten der Heilung beschenkt - wie auch immer die aussehen mögen.

Die Wege unseres Lebens sind so komplex, daß wir sie meist nicht verstehen, sondern nur gehen können.

Soviel zu meinem Umgang mit Schmerz und Freude.

Übrigens: Du hast momentan eine ganze Menge Freude, verglichen zu Deiner Vergangenheit, nicht? Ich bin sicher, daß sie Dir den Umgang mit dem Schmerz in oben beschriebener Weise sehr erleichtert!

Hab ein schönes Wochenende!

Sehr herzliche Grüße
von auch einem Weltenwanderer



Name:
Zu DIESEM Eintrag unten im Kontext Zum Seitenende
E-Mail:
Betreff:
Schriftgestaltung
Optionale URL:
Markierter Text wird fett dargestellt Markierter Text wird kursiv dargestellt Markierter Text wird unterstrichen dargestellt Markierter Text wird als Zitat dargestellt Markierter Text wird in Internet-Link umgewandelt (www.irgendwo.com) - Markierter Text soll Teil einer Liste sein Markierter Text wird numerierte Liste Markierter Text wird einfache Liste
Referenz:
  Eintrag, auf den dieser verweisen kann (> FAQ 'verweisen')

Text:

Eintrag als 'zu merken' kennzeichnen, bzw. Kennzeichnung löschen

Eintrag als 'ungelesen' markieren

Zurück zum Forum (Bereits Geschriebenes, noch nicht Abgeschicktes, geht verloren!)
Persönliche Markierung des Beitrages 'blau'Persönliche Markierung des Beitrages 'grün'Persönliche Markierung des Beitrages 'orange'Persönliche Markierung des Beitrages löschen

Tip: Längeren Text hie und da in Zwischenablage 'sichern' mit <Strg+a>, dann <Strg+c>

 

 
     
Gesamter Thread:

Level(Tiefe) 0 Schmerz contra Freude - WordsInMotion   08.08.08   10:58   (8396) ... Auf DIESEN Beitrag antworten. Damit wird die Antwort DIESEM hier untergeordnet, statt dem aktuellen obenZum SeitenbeginnDiesen Beitrag als gelesen kennzeichnenDiesen Beitrag mit einem Merker versehen
Es ist Freitag, schon wieder eine Woche zu Hause rum, irgendwie durchzieht mich Traurigkeit und Schmerz. Dabei habe ich übermorgen Geburtstag und heute in 4 Wochen heirate ich meinen Traummann.

Eigentlich ist alles gut - oder doch nicht???

Mein Kopf dröhnt, ich ziehe mich von Freunden zurück, dabei war es während meiner Therapie genau das Gegenteil, viel lebendiger Kontakt, Austausch und Wecheselbäder der Gefühle. Hier ist es anders.

In 2 Wochen beginne ich meine so herbeigewünschte Ausbildung, die mir aber auch große Angst auslöst, schaffe ich das, das viele lernen?

Vielleicht findet sich ja hier jemand, der mir seine Gedanken dazu schreiben möchte, das würde mich sehr freuen.

Habt Mut und Kraft,
LG Steffi