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Viel zu erzä:hlen.. (Eintrag 8412)
Eintrag abgeschickt von DeadAngel Mail an DeadAngel am 15.09.08 um 03:03 Uhr:
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Mein lieber Welti :)

Ich finde es schön von dir zu hören!

Ich habe immer mal wieder hier mitgelesen. Und nun brauche ich mal wieder weise Ratschläge.

Das Hoch hieß Stephan, das Tief heißt Liebeskummer. Es ist nicht der Erste, aber der intensivste, wohl auch in meinem Freundeskreis, weil noch keiner erlebt hat so lange nach einer Beziehung in dem Maße zu leiden. Das ist sicher nichts Besonderes, für mich nur neu und für mein Umfeld auch.

Ich war mit Stephan knapp 1 1/2 Jahre zusammen, habe erst bei seinen Eltern mitgelebt, dann sind wir zusammen in eine eigene Wohnung gezogen. Und ich kann wirklich sagen, dass wir überglücklich waren! Er wollte, wenn ich fertig mit dem Studium bin mit mir an den Bodensee ziehen. Wir hatten Pläne. Ich meine auch zu wissen, dass er diese Pläne in den Momenten wirklich ernst meinte und seine Gefühle ehrlich waren.
Trotzdem wollte er eines Tages doch jetzt schon an den Bodensee ziehen und seinen Traum verwirklichen. Er traute sich nicht mir dies zu sagen und so erfuhr ich es 2 Wochen bevor er runter fuhr. Ich bin mitgefahren, wollte mir das alles anschauen, ihn unterstützen, bei der Wohnungssuche, beim Autokauf, bei der Jobsuche. Das tat ich auch! Wir waren wie immer ein super Team und er meinte, wir sollten eine Fernbeziehung führen, ich würde nach dem Studium nachkommen. Ich war skeptisch, aber motiviert es zu probieren!

2 Monate nachdem er runter gezogen war kam der Anruf, dass es besser sei getrennte Wege zu gehen. Das war im März. Wir haben uns dann noch zwei Mal gesehen. Im Mai kam er die Wohnung leer räumen, wir haben uns wieder super verstanden, ich hatte so eine Angst davor, aber wir hatten richtig Spaß dabei und haben viel Gelacht und zwischendurch auch vertraute Gespräche geführt. Am nächsten Tag waren wir bei Freunden grillen, den nächsten Abend waren wir mit Freunden in der Disco. Es war toll! Mir war klar, er will nicht mehr, aber mit diesem Verhältnis zwischen uns konnte ich leben.
Dann sind leider einige Dinge noch vorgefallen, die jetzt zu weit führen würden. Als er wieder unten war, hat er sich wieder ganz anders verhalten.
Als er dann im Juli hier war, habe ich ihn nur kurz gesehen, weil er ncoh mehr Sachen haben wollte. Er kam mit seiner Mutter, ich stand da mit meinem Vater. Die Sachen, die er wollte standen schon unten an der Haustür. Wir haben uns nur Hallo und Tschüss gesagt.
Seitdem haben wir keinen Kontakt mehr. Er hat wohl auch eine neue Freundin, aber keiner unserer gemeinsamen Freunde weiß da bescheid, wenn sie ihn drauf ansprachen, hüllte er sich in Schweigen.

Das ist die Story. Ich weiß nicht, ob ich ihm hinterhertrauere. Ich trauere einfach der schönen Zeit hinterher, dem Glücklichsein, und dem Zusammensein und endlich mal das Gefühl haben gerne nach Hause zu kommen, eben alles was dazu gehört, was man sich nur vorstellen kann.

Der besagte Anruf ist 6 Monate her und ich weiß viele Menschen trauern wesentlich länger, aber dann ist es meist auch berechtigter und normaler. Ich bin 21, war mit dem Typ gerade mal 1 1/2 Jahre zusammen, da sollte ich schon längst wieder lachen und das Leben genießen.
Wenn es wenigstens aufwärts gehen würde, eine Besserung erkennbar wäre. Nichts. Und das macht mir Sorge!

Ziel? Hm.. Studium schaffen. Das ist alles. Und das macht gerade nichtmal sonderlich Spaß, weil ich durch alle Prüfungen bis auf eine gerasselt bin und diese Prüfungen nu in gut 2 Wochen wiederholen darf zum Teil, andere erst im Februar.
Sonst habe ich keine Ziele. Ich habe mehr oder weniger "gute" Freunde. Einen großen Bekanntenkreis, aber wirklich enge Freunde... Da zweifle ich manchmal.

Ich versuche mich ja nicht hängen zu lassen, gehe arbeiten, gehe weg, Party machen, zu Freunden, übernachte da, die übernachten bei mir, ich versuche mich um alles so gut es geht zu kümmern und so weiter zu leben wie vorher auch, aber ich kann immer nur 30% geben. Der Rest ist mit dem Tief beschäftigt, spielt sich im Kopf ab.

Und es gab die krassesten Zufälle. Ich sah Stephans Mutter im Fernsehen im Publikum, bei einer Show, die ich nicht gucke und über die ich nur rüber geschaltet habe, ich schalte nachts um 4, weil ich nicht schlafen kann den TV ein, Reportage über einen Schwertransport der Firma, bei der er nun arbeitet, usw.

Ich will einfach wieder 100% geben können und bei der Sache sein, die ich gerade tue, will wieder frei im Kopf werden. Es muss nicht glücklich sein, nur schmerzfrei.

Jetzt habe ich wieder viel zu viel geschrieben...

Ganz liebe Grüße,
... Engelchen



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Level(Tiefe) 0 Berg- und Talfahrt - DeadAngel   14.08.08   00:30   (8401) ... Auf DIESEN Beitrag antworten. Damit wird die Antwort DIESEM hier untergeordnet, statt dem aktuellen obenZum SeitenbeginnDiesen Beitrag als gelesen kennzeichnenDiesen Beitrag mit einem Merker versehen
Naturgesetz...
Wellen...
auf ein Hoch folgt ein Tief...
auf einen Berg folg ein Tal...

Folgt auf einen besonders hohen Berg auch zwangsläufig ein besonders tiefes Tal?