Forum H A U P T F O R U M

Suchanfrage: 
 Großschreibung: 
beachten  

Austausch von Ansichten rund um uns 

Hilfe / Häufige Fragen

Geschichten aus der Natur - Gegenwart (Eintrag 8452)
Eintrag abgeschickt von kleineBlume Mail an kleineBlume am 26.09.08 um 17:24 Uhr:


Hallo Chrisu und all die Anderen,

ich mag Geschichten aus der Natur, nicht zuletzt weil ich eben genau dort oft zur Ruhe komme, im Wald, auf einer wilden Wiese, im Nebel, Sonnenschein, manchmal auch im Regen (wenn er warm ist ;-)).

Sie macht es uns vor, die Natur, die Sonnenblume als wunderschön geschriebenes Beispiel (Danke!).
Sind wir doch alle auf vielen (allen) Ebenen dem Kreislauf der Natur unterworfen. Unterwerfen klingt gar nicht gut, wir sind eben ein TEIL des Ganzen und genau das ist gut so.

Auf und ab, werden und vergehen, Sommer und Winter, leben und sterben.... alles bewegt sich in diesem Kreislauf, der keinen Kreis, sondern eine Spirale beschreibt, weil jeder Umlauf sich doch irgendwie von den vorigen unterscheidet, das wunderbarste vielleicht daran, Entwicklung eben.

Gut und schön Fehler zu betrachten, die vergangen sind. Nur - was bringt es? Genieße ich doch lieber die mir zur Zeit zur Verfügung stehende Energie, das Schöne, das Neuentdeckte, das Jetzt.

Du sagst es: wem steht es schon zu, zu entscheiden was abgestorben (scheinbar "unnütz") ist - siehe Deine Sonnenblume. Sie jammert nicht über den Knick (und wenn doch: würden wir es hören?). Sie blüht. TROTZDEM!

Alles, ausnahmslos alles was war, hat mich genau dahin gebracht, wo ich heute bin. Damit ist auch das gut so, wie es ist - wie es war. Klar gibt es Baustellen - ich weiß woran ich arbeiten will, das ist doch schon der Anfang.

Speziell heute ist einer der seltenen Tage, an denen scheinbar ohne mein Zutun alles gelingt. Das verderbe ich mir nicht mit hätte, wenn und aber. Ich kann sowieso nicht in die Zukunft sehen. Die Vergangenheit ändern nun mal auch nicht. Was bleibt ist das Jetzt zu genießen, ohne Gedanken an morgen oder gestern. Auch wenn - naturgemäß - das nächste Tal kommt... heute ist es noch fern.

Ich wünsche Euch allen einen glücklichen Moment - genau jetzt.

Alles Liebe
eine kleine Blume



Name:
Zu DIESEM Eintrag unten im Kontext Zum Seitenende
E-Mail:
Betreff:
Schriftgestaltung
Optionale URL:
Markierter Text wird fett dargestellt Markierter Text wird kursiv dargestellt Markierter Text wird unterstrichen dargestellt Markierter Text wird als Zitat dargestellt Markierter Text wird in Internet-Link umgewandelt (www.irgendwo.com) - Markierter Text soll Teil einer Liste sein Markierter Text wird numerierte Liste Markierter Text wird einfache Liste
Referenz:
  Eintrag, auf den dieser verweisen kann (> FAQ 'verweisen')

Text:

Eintrag als 'zu merken' kennzeichnen, bzw. Kennzeichnung löschen

Eintrag als 'ungelesen' markieren

Zurück zum Forum (Bereits Geschriebenes, noch nicht Abgeschicktes, geht verloren!)
Persönliche Markierung des Beitrages 'blau'Persönliche Markierung des Beitrages 'grün'Persönliche Markierung des Beitrages 'orange'Persönliche Markierung des Beitrages löschen

Tip: Längeren Text hie und da in Zwischenablage 'sichern' mit <Strg+a>, dann <Strg+c>

 

 
     
Gesamter Thread:

Level(Tiefe) 0 Selbstbestimmung und Verhaltensmuster - kleineBlume   19.09.08   14:49   (8418) ... Auf DIESEN Beitrag antworten. Damit wird die Antwort DIESEM hier untergeordnet, statt dem aktuellen obenZum SeitenbeginnDiesen Beitrag als gelesen kennzeichnenDiesen Beitrag mit einem Merker versehen
Hallo Ihr Lieben,

nach ungefähr fünf Jahren habe ich (einst Mogli) nun endlich den Weg zurück in dieses immer noch wundervolle Forum gefunden... und möchte Euch um jeden Gedanken zum Umgang mit eingefleischten (negativen) Verhaltensmustern bitten.

Vor einigen Wochen aufgetaucht aus einem jahrelangen, dunklen Tal kann ich heute zurückblicken und sehen, wie ähnlich das überstandene Tief einigen länger zurückliegenden ist.
Immer wieder die gleichen Fehler: ich begebe mich in eine Abhängigkeit, lege die Verantwortung für das eigene Leben in fremde Hände, Zustände von Nichts-Merken-Wollen, Resignation und willen- bzw. ziellosem Treibenlassen, totale Verleugnung der eigenen Bedürfnisse - so weit, daß ich sie kaum noch wahrnehme…, so weit, daß ich nicht mehr ich, sondern eine gut funktionierende Marionette bin :-(

Das Paradoxe: in den Zwischenzeiten sind mir die Probleme glasklar bewußt, auch die Ursachen soweit sie dieses Leben betreffen, Lösungsansätze wie behutsames, bewußtes und vor allem konsequentes Umtrainieren, (irgendwie) die eigenen Stärken, Vorlieben, Ziele festlegen – oder wenigstens eine Richtung, in die ich laufen will. Doch je genauer ich spüre, was verkehrt läuft, desto schlimmer und ausdauernder sind dann die Rückfälle. Hm.
Auch vor der letzten Periode waren mir die Fehler klar, ich wußte, daß ich meinen eigenen Weg gehen muß (und kann?), daß ich mich selbst kennen lernen muß, meine eigenen Ziele entdecken, Kopf hoch und loslaufen statt zusammengekugelt zu verharren, bis mich jemand zum Rollen zwingt.

Was mich so erschreckt ist, daß ich immer wieder die gleichen Fehler mache, die Phasen der Fremdbestimmung sogar länger und allumfassender werden, die Konsequenzen sich immer tragischer in einem riesigen Problemberg äußern, der sich anhäuft, weil ich nicht in der Lage bin zu sagen STOPP – so nicht mit mir.…

Dienen, sich unterordnen, verletzen, mißhandeln, mißbrauchen lassen…von einem Herren, der keinen Respekt ver-dient, der aber ganz genau weiß, an welchen Schrauben er bei mir drehen muß, um dieses oder jenes Verhalten zu erzeugen… weil ich ihn in der Anfangsphase geliebt habe, ihm vertraut, mich geöffnet , er kennt mich besser als ich mich selber kenne – dabei wären Schutzmauern wohl angemessener gewesen. Da mir das immer wieder passiert, liegt das Problem aber definitiv nicht in diesem anderen Menschen, sondern in mir. Es ist ein Verhaltensmuster, daß mich begleitet solange ich denken kann.

Ich kenne auch das Prinzip des (im Thread untendrunter erwähnten) inneren Kindes - aber was will es? Und vor allem: Wie kann ich ihm das geben? Wie kann ich überhaupt erst einmal wahrnehmen, was es spricht?

Eine Konsequenz (oder die Ursache?) dieser Verhaltensmuster ist, daß ich meine Gefühle meistens nicht richtig wahrnehmen kann. Die letzte halbwegs fühlende Phase war damals vor fünf Jahren, als mich genau diese Gefühle ziemlich überrollt haben, positive wie negative. Ich bin geflohen – letztlich in genau das Tal hinein, aus dem ich jetzt komme. In den letzten Wochen überwiegen die positiven Empfindungen, ich komme mir frei, stark, glücklich vor, lache viel und genieße das Fehlen dieses ungeheuren Drucks, der mich so lange in die Knie zwang. Trotzdem lebe ich weitgehend in meinem Kopf, der Bauch schweigt, das Herz zeigt sich nicht – und damit ist die Welt eher in Grautöne unterteilt als in bunte Farben, weil eben eine Dimension fehlt: die emotionale. Immerhin bringt das eine gewisse Gelassenheit mit sich. Es wirft mich nichts so schnell aus der Bahn, weil nichts ganz und gar an mich herankommt. Ob das ein Vor- oder ein Nachteil ist, weiß ich selber nicht – ist wohl beides.

Soviel Angst den rationalen Teil in mir loszulassen...? Warum?

Die entscheidenden Fragen bleiben:
- Wer bin ICH? Wenn die Fäden der Marionette durchtrennt sind…
- Was will ICH? Wenn ich nicht einem fremden Willen diene…
- Wie finde ich meinen eigenen Weg? Wenn ich nicht alleine laufen kann…
- Wohin bewege ich mich? Wenn ich keine Richtung verfolge…

Früher hat mich besonders innerhalb meiner Familie das Leid verschiedener Mitglieder gequält, weil ich geglaubt habe, es lindern können zu müssen. Heute habe ich keinen Kontakt mehr zu Ihnen.

Der letzte Freundeskreis hier in dieser Gegend gehört zu meinem ehemaligen Gefängniswärter. Ich meide sie alle, denn sie huldigen verschiedenen Drogen.

Meine netten Arbeitskollegen existieren nicht mehr. Ich habe die Arbeit verloren.

Der Mensch, den ich lange geliebt, sehe ich heute mit anderen Augen – ich habe ihm den Rücken zu gekehrt.

Was bleibt ist Einsamkeit, oder eher Alleinsein. Eine große Lektion ist fällig – wenn ich sie begreife und verstehe und lerne… wird dann endlich der Kreislauf unterbrochen? Ich will frei sein…

Und wenn ich nicht lerne? Die falschen Pfade wähle? Wird es dann ein nächstes mal geben, noch schlimmer, noch länger, noch unerträglicher?

Immerhin gehe ich den oben erwähnten Problemberg jetzt an, step by step, auch wenn es aussichtslos erscheint – das ist es nicht. Bearbeiten statt verdrängen, das ist jedenfalls ein guter Anfang.

Ich wünsche Euch allen einen sonnigen Tag wie den vor meinem Fenster – in den ich jetzt hinausgehe um die immer noch wärmenden Strahlen zu genießen!

kleineBlume (Mogli)

Gib jedem Tag die Chance, der schönste Deines Lebens zu werden!