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wie wahr (Eintrag 8570)
Eintrag abgeschickt von Regenbogen am 26.05.09 um 18:48 Uhr:


Zitat: "Ich finde es auch sauschade, daß kaum mehr wer den Mut dazu aufbringt, sich einzugestehen, daß wir einfach alle nur Menschen sind, mit den Macken, aber eben auch dem Liebenswerten. Es könnte schön sein, sich gegenseitig beim Heilen dieser Macken zu helfen, dem anderen einfach ein Ort sein kann, an den er sich zurückziehen kann, um sich die Wunden des Alltags verbinden lassen zu können. Ja, ist schade. Ich glaub einfach, daß es uns zu gut geht. Und wenn wir keine Probleme an der Basis haben (Maslowsche Bedürfnispyramide), dann machen wir uns eben schnell welche."

Hier lieber Welti, hast Du wohl den Nagel aufm Kopf getroffen. Dieses Spiel funktioniert aber nur dann, wenn beide Parteien sich klar sind, das sie BEIDE Macken haben.
Die Bezehung als Chance aus tief verwurzelten Kindheitsmustern herauszukommen, um zu lernen darüber zu stehen.

In jedem Psychoforum geht es immer darum, das sich der Partner, die Familie und auch die Gesellschaft zu verändern haben. Es wird gejammert und geschimpft, angeklagt und verurteilt, die Störung aber bei sich selbst zu suchen, wäre wohl zu viel verlangt.

Seit 11 Jahren lebe ich nun in einer verkehrten Welt. In jedem Konflikt, sei es Chef oder Parterin, suche ich die Ursache für meine Wutausbrche immer in meinen Kindheitsmustern, und ich kann sagen, das ich über viele Situationen hinausgewachsen bin.

Aer bring das niemals in einem Psychoforum zur Sprache. Sie steinigen einen.

liebe Grüße
Regenbogen



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Gesamter Thread:

Level(Tiefe) 0 Eine Frage zum Familienleben... - kleineBlume   12.05.09   17:11   (8564) ... Auf DIESEN Beitrag antworten. Damit wird die Antwort DIESEM hier untergeordnet, statt dem aktuellen obenZum SeitenbeginnDiesen Beitrag als gelesen kennzeichnenDiesen Beitrag mit einem Merker versehen
Hallo alle zusammen,

derzeit beschäftigt mich eine Frage:
Warum sind (in Deutschland) viele Familien so zerrissen???

Der Hintergrund:
Ich freunde mich gerade mit einem Arbeitskollegen an, dieser ist Türke und seine Familie und seine Kinder sind absolut sein Leben. Etwas Wichtigeres gibt es für ihn nicht.

Er hat mich gefragt, was mit den deutschen Familien los ist.

Ich selbst habe zu meinen Eltern seit sechs Jahren kaum Kontakt.
Er und ich kennen so viele Menschen, bei denen das so ist.

"Niemand kümmert sich um mich. Ich bin ganz allein." Das ist es, was alte Menschen oft sagen.
"Die können mich kreuzweise, ich will nix mehr mit ihnen zu tun haben." Das sagen die jungen Leute.
Die alte Großfamilie ist längst abgelöst von "Ein-Zimmer-Wohnklos".
Kommunikation findet kaum noch statt.
Abgeschoben ins Alten (oder Kinder-)heim - die Tagesordnung.

Keine Zeit, keine Lust, kein Interesse. Keine Fähigkeit, Zuneigung und Gefühle zu zeigen. Kein Zusammenhalt, keine Loyalität. Statt dessen Zickenterror und Kleinkinderwutverhalten, Vorwürfe um von sich selbst abzulenken usw. usw.

WARUM???

Die üblichen Antworten beginnen mit der geschichtlichen Entwicklung ("alle Kriegs- und Nachkriegsgeschädigt" - im Sinne von keine Emotionen zeigen können) bis hin zu "überentwickeltem Individualismus", Verlust von Werten und Traditionen - bis hin zum entwurzelten "Glauben"...

Was ist da noch?

Die Antwort ist mit Sicherheit komplex.

An die Frage "was mit den Familien los ist" schließt sich direkt die Frage an "WARUM es sich in diese und keine andere Richtung entwickelt". Die gleiche Tendenz ist fast überall wo Menschen kommunizieren (sollten) spürbar.

Unabhängig von den Gründen ist es eine sehr traurige Entwicklung, finde ich. Das einzige, was "man" dagegen tun kann ist vor der eigenen Haustüre kehren... sofern alle Beteiligten dazu bereit sind. Also ruf ich jetzt einfach mal meine Mama an ;-)...

Was denkt Ihr?

Herzliche Grüße
kleineBlume