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Das kleine groß:e Herz (Eintrag 8579)
Eintrag abgeschickt von kleineBlume Mail an kleineBlume am 21.06.09 um 14:34 Uhr:


Hallo Weltenwanderer,

Zitat: "Traurig finde ich es allemal, aber ich möchte nicht aufgeben, einfach an das Empathische in jedem zu glauben. Es ist sicher da und blitzt im entscheidenden Moment durch: Das Wissen, daß man zwar sicher alles auch alleine hinkriegt. Daß aber das Leben erst wirklich lebenswert wird, wenn man ein Stück von seinem Hezen jemandem schenken kann. Denn man bekommt dafür auch ein Stück Herz und ich glaube, das ist trotz allem noch das Schönste, was einem widerfahren kann... "

Ein wertvolles Wissen. Wunderschöne Worte. Wie wahr.
Und wenn ich ein Stück von meinem Herzen "weggebe" also verschenke, dann fehlt es nicht etwa, sondern das Herz wächst vor Freude mit einem Glucksen um das Doppelte an ...

Es gibt sie, die Menschen, die "überlebt" haben, die nicht zu menschlichen Maschinen geworden sind, vermutlich gibt es sie sogar irgendwo in jeder Menschmaschine, auch wenn diese (eine hoffentlich begrenzte Zeit) mehr funktioniert als lebendig lebt. Aber es ist da.


Warum werden unsere Kinder (und oder die der 68er) zu Tyrannen?

Und warum ist es so ein großes Bedürfnis, sich Probleme zu machen wo keine sind (sein müßten), sobald die Basis gesichert ist?
Warum ist es so schwer einfach zu genießen und sich schrittweise zu entfalten???

Liebe Grüße
eine kleine Blume



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Gesamter Thread:

Level(Tiefe) 0 Eine Frage zum Familienleben... - kleineBlume   12.05.09   17:11   (8564) ... Auf DIESEN Beitrag antworten. Damit wird die Antwort DIESEM hier untergeordnet, statt dem aktuellen obenZum SeitenbeginnDiesen Beitrag als gelesen kennzeichnenDiesen Beitrag mit einem Merker versehen
Hallo alle zusammen,

derzeit beschäftigt mich eine Frage:
Warum sind (in Deutschland) viele Familien so zerrissen???

Der Hintergrund:
Ich freunde mich gerade mit einem Arbeitskollegen an, dieser ist Türke und seine Familie und seine Kinder sind absolut sein Leben. Etwas Wichtigeres gibt es für ihn nicht.

Er hat mich gefragt, was mit den deutschen Familien los ist.

Ich selbst habe zu meinen Eltern seit sechs Jahren kaum Kontakt.
Er und ich kennen so viele Menschen, bei denen das so ist.

"Niemand kümmert sich um mich. Ich bin ganz allein." Das ist es, was alte Menschen oft sagen.
"Die können mich kreuzweise, ich will nix mehr mit ihnen zu tun haben." Das sagen die jungen Leute.
Die alte Großfamilie ist längst abgelöst von "Ein-Zimmer-Wohnklos".
Kommunikation findet kaum noch statt.
Abgeschoben ins Alten (oder Kinder-)heim - die Tagesordnung.

Keine Zeit, keine Lust, kein Interesse. Keine Fähigkeit, Zuneigung und Gefühle zu zeigen. Kein Zusammenhalt, keine Loyalität. Statt dessen Zickenterror und Kleinkinderwutverhalten, Vorwürfe um von sich selbst abzulenken usw. usw.

WARUM???

Die üblichen Antworten beginnen mit der geschichtlichen Entwicklung ("alle Kriegs- und Nachkriegsgeschädigt" - im Sinne von keine Emotionen zeigen können) bis hin zu "überentwickeltem Individualismus", Verlust von Werten und Traditionen - bis hin zum entwurzelten "Glauben"...

Was ist da noch?

Die Antwort ist mit Sicherheit komplex.

An die Frage "was mit den Familien los ist" schließt sich direkt die Frage an "WARUM es sich in diese und keine andere Richtung entwickelt". Die gleiche Tendenz ist fast überall wo Menschen kommunizieren (sollten) spürbar.

Unabhängig von den Gründen ist es eine sehr traurige Entwicklung, finde ich. Das einzige, was "man" dagegen tun kann ist vor der eigenen Haustüre kehren... sofern alle Beteiligten dazu bereit sind. Also ruf ich jetzt einfach mal meine Mama an ;-)...

Was denkt Ihr?

Herzliche Grüße
kleineBlume