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beschü:tzt aber einsam (Eintrag 8659)
Eintrag abgeschickt von Weltenwanderer Mail an Weltenwanderer am 18.06.11 um 00:06 Uhr:
Mitgeteilte Internetadresse: www.tigerakbar.com


Es ist ein guter, friedlicher Ort hier.
Er beschützt mich und wärmt.
Ich fühle mich wohl.
Ich brauche nicht mehr.

So ziehen die Tage dahin
ich durchstreife die Wälder
und teile meine Bettstatt
mit mir.

Ich warte und beobachte,
hoffe und warte.
Die selben Vögel ziehen gen Süden
wie letztes Jahr.

Jahr um Jahr.

Sanft schnitzt die Zeit
mir Falten ins Gesicht
wie sie Ringe um den Stamm
meines Lieblingsbaumes legt.

Ring um Ring.
Jahr um Jahr.

Und irgendwann, ich glaube,
es war in einem Frühling,
träumte ich von Kraft,
vom Pulsen des Blutes
und von dem Rauschen der Lust.

Und ich erinnerte mich.

Bis tief hinten in meiner Höhle
suchte ich nach meinem Speer
und nach dem Schild aus
längst vergessenen Zeiten.

Am nächsten Morgen zog ich aus,
ein neues Tal zu suchen.
Ich war gewappnet
und bereit, mein Ziel zu verteidigen.

Irgendwann erreichte ich den Horizont
und blickte dahinter,
zog weiter und weiter
bis zum nächsten Horizont.
Begleitet vom Pulsen der Sehnsucht
und dem Rauschen des Lebens.

Heute sitze ich wieder manchmal
vor meiner Höhle und beobachte den Lauf der Jahreszeiten, die Vögel oder den Horizont.
Später werden wir dann in der Höhle
die Bettstatt teilen,
begleitet vom Pulsen unserer Herzen
und dem Rauschen des Seins



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Gesamter Thread:

Level(Tiefe) 0 die Hö:hle am Berg - kleineBlume   29.12.10   21:09   (8655) ... Auf DIESEN Beitrag antworten. Damit wird die Antwort DIESEM hier untergeordnet, statt dem aktuellen obenZum SeitenbeginnDiesen Beitrag als gelesen kennzeichnenDiesen Beitrag mit einem Merker versehen
Einst lebte ich in einem grünen Tal zwischen den Hügeln,
ein Fluß schlängelte sich hindurch
und es gab Menschen,
die sich dort ansiedeln wollten.
Sie stauten den Fluß oder etwas staute ihn,
der Boden verkümmerte
und sie zogen weiter,
um woanders ihr Glück zu versuchen.

Ich blieb zurück
in ständiger Angst der Staudamm könne brechen,
so trieb es mich irgendwann hinauf in höhere Lagen.
Fast ganz oben am Berg fand ich eine sehr kleine Höhle,
ich passe gerade hinein,
davor befindet sich eine Plattform
groß genug für eine Feuerstelle.

Dort sitze ich nun und beobachte den Lauf der Jahreszeiten, die Vögel oder den Horizont.

Manchmal steige ich hinab
und durchstreife die Wälder,
das alte Tal habe ich oft gesucht
aber nie mehr gefunden,
so weiß ich auch nicht ob der Damm noch steht
oder der Fluß wieder fließt
oder ob er sich einen neuen Weg gebahnt hat.

Hin und wieder treffe ich einsame Wanderer in den Wäldern,
sie sprechen fremd klingende Sprachen
und sind auf der Suche nach irgendetwas.
Nach wenigen unverständlichen Handzeichen
gehe ich meiner Wege und suche sie zu vergessen.

So sitze ich vor der Höhle und beobachte den Lauf der Jahreszeiten, die Vögel oder den Horizont.

Es ist ein guter, friedlicher Ort hier.
Immer seltener zieht es mich in die Wälder,
wonach sollte ich dort auch suchen?
Die Höhle schützt,
das Feuer wärmt
und die Umgebung ernährt mich
gut genug um zu überleben.

Was bleibt ist zu sitzen und zu schauen und zu warten, ob sich Jahreszeiten, Vögel oder Horizont jemals verändern.