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bis ans Ende der Welt (Eintrag 8660)
Eintrag abgeschickt von kleineBlume Mail an kleineBlume am 17.07.11 um 19:27 Uhr:


die Höhle ist gemütlich
sie nährt mich und wärmt
auch ohne die Bettstatt zu teilen
muß ich nicht frieren
nur warten, warten, warten
und beobachten

für eine kleine Weile verließ ich die Höhle
packte den Rucksack, schnürte die Schuh´
und wanderte mir selbst entgegen

an der spanischen Atlantik-Küste entlang
das Rauschen des Meeres als Begleiter
freudige, staunende Ehrfurcht im Herzen
weiter ins Landesinnere
durch anmutige Täler
und über verlassene Hügel
immer den Horizont vor Augen
der sich ständig verändert
und zurück an die Küste
Kap Finisterre - das Ende der Welt
und der Beginn aller Träume

450 km haben mich meine treuen Füße getragen
mit Blasen und ohne
durch Regen, Sonne, Nebel, Gewitter
es gab kein Ziel, kein Erreichen
und doch bin ich angekommen
in mir
mit allen Problemen,
mit allen Hindernissen,
mit allen Beschränkungen
bewußt?
auch die allumfassende,
kindliche Freude spürend.

ich traf Wanderer aus allen Welten
manche auf der Flucht vor der heutigen Zeit
viele mit der Sonne im Herzen
voller Mut voranschreitend
einer nie dagewesenen Zukunft entgegen
sie sprachen die Sprache der Herzen
und brauchen keine unverständlichen Handzeichen.

"let the journey beginn!
follow your heart, using your brain"
-
noch ist es nicht so weit
noch bin ich in die Höhle zurückgekehrt
um Einsamkeit und Versteckt-sein
zu genießen
denn ich brauche ihren Schutz
vor der Wahrheit (welche Wahrheit?)

"Ich bin ein Kind des Universums
nicht weniger als die Sterne und die Bäume
ich habe ein Recht hier zu sein
auf meine ganz eigene Weise
ob mir das nun bewußt ist oder nicht
zweifellos entfaltet sich das Universum
wie vorgesehen...
trotz all ihrem Schein, der Plackerei
und den zerbrochenen Träumen
ist diese Welt doch wunderschön"

So sitze ich vor der Höhle
warte und beobachte
den Lauf der Jahreszeiten, die Vögel und den Horizont
die so unendlich viel mehr wissen als ich
da sie dem Schwingen des Lebens vertrauensvoll folgen



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Gesamter Thread:

Level(Tiefe) 0 die Hö:hle am Berg - kleineBlume   29.12.10   21:09   (8655) ... Auf DIESEN Beitrag antworten. Damit wird die Antwort DIESEM hier untergeordnet, statt dem aktuellen obenZum SeitenbeginnDiesen Beitrag als gelesen kennzeichnenDiesen Beitrag mit einem Merker versehen
Einst lebte ich in einem grünen Tal zwischen den Hügeln,
ein Fluß schlängelte sich hindurch
und es gab Menschen,
die sich dort ansiedeln wollten.
Sie stauten den Fluß oder etwas staute ihn,
der Boden verkümmerte
und sie zogen weiter,
um woanders ihr Glück zu versuchen.

Ich blieb zurück
in ständiger Angst der Staudamm könne brechen,
so trieb es mich irgendwann hinauf in höhere Lagen.
Fast ganz oben am Berg fand ich eine sehr kleine Höhle,
ich passe gerade hinein,
davor befindet sich eine Plattform
groß genug für eine Feuerstelle.

Dort sitze ich nun und beobachte den Lauf der Jahreszeiten, die Vögel oder den Horizont.

Manchmal steige ich hinab
und durchstreife die Wälder,
das alte Tal habe ich oft gesucht
aber nie mehr gefunden,
so weiß ich auch nicht ob der Damm noch steht
oder der Fluß wieder fließt
oder ob er sich einen neuen Weg gebahnt hat.

Hin und wieder treffe ich einsame Wanderer in den Wäldern,
sie sprechen fremd klingende Sprachen
und sind auf der Suche nach irgendetwas.
Nach wenigen unverständlichen Handzeichen
gehe ich meiner Wege und suche sie zu vergessen.

So sitze ich vor der Höhle und beobachte den Lauf der Jahreszeiten, die Vögel oder den Horizont.

Es ist ein guter, friedlicher Ort hier.
Immer seltener zieht es mich in die Wälder,
wonach sollte ich dort auch suchen?
Die Höhle schützt,
das Feuer wärmt
und die Umgebung ernährt mich
gut genug um zu überleben.

Was bleibt ist zu sitzen und zu schauen und zu warten, ob sich Jahreszeiten, Vögel oder Horizont jemals verändern.