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Fremde Organe (Eintrag 8668)
Eintrag abgeschickt von Weltenwanderer Mail an Weltenwanderer am 14.12.11 um 04:53 Uhr:
Mitgeteilte Internetadresse: www.tigerakbar.com


Liebe kleineBlume!

Ist etwas sehr lange, um auf Deine Frage zu antworten und das tut mir leid! Aber auch wenn es vielleicht für Dich jetzt gar nicht mehr passend ist, will ich es doch tun.

Eineseits sehe ich das auch so, dass jedes Organ durchpulst ist vom Leben dessen, dem es gehört. Die Reparaturmentalität, die sich in den letzten Jahrzehnten breit gemacht hat, ist wohl der Gipfel der materiellen Weltsicht. Dass es unpassend ist, mittels Herz-oder-Niere-raus-Rein zu raparieren, beweist ja, dass viele Organe einfach nicht angenommen werden. Kein Wunder, bei ein wenig lediglich logischem Denken. Geschweige denn darüber hinausgehendem.

Andererseits bildet aber unsere Energie die Zellen, die Gene. Also denke ich mir, dass es vielleicht manchmal klappen kann (tut es ja oft auch).

Aber ich denke mir zu dem allen noch ein paar Dinge dazu:

Ich möchte mir auf keinen Fall etwas herausschneiden lassen, wenn ich verunfallt sein sollte. Denn es dauert mindestens zwei Tage, bis sich unsere nächste Schicht des Seins von dem grobstofflichen Körper gelöst hat. Fazit: Was in dieser Zeit geschieht bekommt man live mit. Keine tolle Aussicht. Desgleichen bei zu früher Verbrennung.

Weiters steht jedes Organ ja für ganz bestimmte Qualitäten. Organ gestört bedeutet Qualität gestört. Jeder körperliche Eingriff - von Tablette bis OP - kann ein Segen sein. Aber nur dann, wenn ich die Schrift des Leids lese und trotzdem und gerade deshalb zusätzlich mich persönlich mit dem Thema stark auseinandersetze und entsprechend mit aller Kraft versuche zu handeln. Regenbogen ist für mich ein Vorbild für dieses handeln!

So, jetzt werde ich versuchen, noch eine Mütze Schlaf zu bekommen ;-)

Liebe Grüße!
Weltenwanderer



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Gesamter Thread:

Level(Tiefe) 0 Organtransplantation - kleineBlume   19.07.11   18:03   (8661) ... Auf DIESEN Beitrag antworten. Damit wird die Antwort DIESEM hier untergeordnet, statt dem aktuellen obenZum SeitenbeginnDiesen Beitrag als gelesen kennzeichnenDiesen Beitrag mit einem Merker versehen
Hallo Ihr Lieben,

schwierige Themen sind hier noch immer gut aufgehoben - und ab und zu schaut wohl doch immer mal wieder jemand hier vorbei...

hmpf - was fällt Euch zum Thema Organtransplantation ein?

Vor einigen Jahren habe ich selbst einen Spenderausweis mit mir herumgetragen, Motto: solln sie doch nehmen was noch zu gebrauchen ist, wenn ich die Schwelle überschritten habe.

Mittlerweile sehe ich das etwas anders, in jeder Körperzelle sind Erinnerungen, Erfahrungen eine ganze Lebenszeit gespeichert... wie soll mein Herz für jemand anders schlagen? Wie soll eine fremde Lunge für mich atmen, eine fremde Niere mein Blut reinigen, ... ???
Noch sind wir keine Lego-Baukästen, kann der gelbe Stein denn wirklich "einfach so" gegen einen roten ausgetauscht werden??? Auch klar: besser die Legosteinchen pflegen bevor sie einen Knacks bekommen, aber wer pflegt schon LEGO?

"Einfach so" ist natürlich maßlos übertrieben, lebenslang Medikamente, die das Immunsystem austricksen (ausschalten) usw. - das für Konsequenzen ergeben sich auf der "nicht-technischen" Ebene?

Interessiere mich für jeden Gedanken, der irgendwo auftaucht...

Viele Grüße und wünsch Euch einen schönen Sommmer

kleineBlume

(meine einzige Schwester wartet auf zwei Organe, daher beschäftigt mich das Thema sehr)