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Tugend (Eintrag 19)
Eintrag abgeschickt von Weltenwanderer Mail an Weltenwanderer am 10.04.03 um 13:35 Uhr:


Hi!

Im Hauptforum sind wir dahintergekommen, daß wir wohl Tugend zuerst mal definieren sollten. So vielleicht mal als Diskussionsgrundlage was es in Nachschlagwerken zu finden gab:

Etymologisch
Tugend w. mhd. tugent, tugende, ahd. tugund neben tugathi Tauglich-, Tüchtigkeit; vom Zw. taugen, gebildet wie Jugend Die Bedeutung unter Einfluß von lat. (=christl.) virtus. Tugendbold m. 19.Jh. nach Raufbold. bald

Der Große Herder (nicht eben das neueste Baujahr, aber Tugenden gibt's ja auch schon lang )
Tugend (sprachl. verwandt mit Taugen, Tüchtigkeit), im weiteren Sinn jede vollkommen entwickelte geist.-seel. Fähigkeit des Menschen (vgl. > dianoet. T.en), im engeren Sinn nur die Kraft (Fertigkeit), das sittlich Gute zu verwirklichen, bes. es freudig u. beharrlich zu tun, auch unter Opfern u. gegen innere u. äußere Widerstände. Ggs. > Laster.
Nach Ursprung, Wesen u. Ziel unterscheidet man natürliche u. übernatürliche T.en. Die natürl. T.en gründen in der leibl.-geist. Natur des Menschen u. entfalten sich durch beständige Übung (erworbene T.en). Sie vollenden den natürl. Charakter u. sind die notwend. Gegenwehr gg. die erbsündl. Willensschwäche. Die wichtigsten (tragenden u. zusammenfassenden) natürl. T.en sind die sog. > Kardinal-T.en. Die übernatürl. od. christl. T.en senkt Gott (der Hl. Geist) unmittelbar zus. mit dem Gnadenleben dem Menschen ein (eingegossene T.en). Sie läutern, stärken u. heiligen die natürl. Seelenkräfte-u. ordnen so das ganze Leben auf das letzte Ziel hin, die Verähnlichung mit Christus u. die Gemeinschaft mit dem dreifalt. Gott. Die drei vornehmsten übernatürl. T.en, die sog. göttl. (weil unmittelbar mit Gott verbindenden) T.en, sind Glaube, Hoffnung u. Liebe. - Die Kunst des MA stellt häufig den Kampf der T.en mit den Lastern dar.
L i t: J. Piepers Schriftenfolge über die T.lehre des Thomas v. A.; W. Stockums, Das christl. T.-leben (1950); W. Eschersweiler, Gnade u. T. (1932); H. Schilling, Das Ethos der Mesotes (1930); M. A. van den Ouderzijn, Der Traktat von den T.en der Seele (1942); R. Egenter, Das Edle u. der Christ (1935); F. Schönsteiner, T.lehre (1953).




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